BRITISCHKURZHAAR
Rassestandard
: "Der Brite" (BRI)
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Allgemein
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Größe
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groß bis mittelgroß |
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Kopf
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Form
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rund und massiv mit breitem Schädel |
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Nase
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kurz, breit und gerade mit einer
leichten Einbuchtung, jedoch kein Stop wie bei den "Exotic" |
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Kinn
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kräftig |
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Ohren
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Form
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klein und an den Spitzen leicht
abgerundet |
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Platzierung
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weit gestellt |
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Augen
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Form
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groß, rund, weit geöffnet und weit
auseinander gesetzt |
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Farbe
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kupferfarben oder dunkelorange,
blau, odd eyed, grün oder blaugrün, grün bevorzugt |
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Hals
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Der Kopf sitzt auf einem kurzen,
sehr kräftigen und gut entwickelten Hals |
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Körper
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muskulös, gedrungen. Breite Brust,
Schultern und Rücken stark und kräftig |
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Beine
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kurz und stämmig |
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Pfoten
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rund und kräftig |
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Schwanz
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kurz und dick, leicht gerundet an
der Spitze |
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Fell
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Struktur
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kurz und dicht, nicht flach
anliegend und mit guter Unterwolle. Feine Textur. Die Textur soll fester im
Griff sein. |
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Farbe
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Jedes Haar sollte bis zur Wurzel
einheitlich in der Farbe sein, ausgenommen bei den Tabby- u.
Silbervarietäten. |
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Chartreux,
Kartäuser, Britisch Kurzhaar und Europäisch Kurzhaar
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Die Chartreux ist eine sehr alte
Rasse.
Die Legende, daß diese Katzen von einem Kartäuserkloster am Kap der guten
Hoffnung abstammen, kann wohl heute als unwahr at Acta gelegt werden. Die
wahren Ursprünge der Chartreux liegen in den gebirgigen Regionen an den
Südgrenzen des alten russischen Reiches (nun Teile von Iran, Türkei und
Irak). Diesen Katzen nannte man zuerst Syrerkatzen, Zypernkatzen und
Malta-Katzen. Diese Namen zeigen die Reisewege der Ritter und Kaufleute
an, die diese Katzen nach den Kreuzzügen als erste nach Westeuropa
brachten.
Schon im 16.Jahrhundert werden blaugraue Katzen in der Literatur erwähnt.
Im Buch "The Chartreux Cat" (Jean Simonnet) kann man Zitate von
Naturforschern des 17.Jahrhun-derts nachlesen, die die Chartreux als erste
einzigartige Rasse klassifizieren. Hier findet man auch ein Foto eines um
1600 entstandenen Gemäldes einer Syrerkatze - im Erscheihnungsbild
identisch zu den heutigen Chartreux. Im Jahr 1735 wird die Kartäuser
ausdrücklich von dem Naturwis-sen-schaftler Linne in seinem ersten
Bestimmungsbuch aufgeführt.
Um Mitte 1930 begann dann eine
französische Katzenliebhaberin gezielt mit der Zucht der blauen Kartäuser.
Sie züchtete unter dem Zwingernamen "de Guerveur", der sogar in einigen
Stammbäumen noch zu finden ist. Das war also die französische, rein
kurzhaarig gezüchtete, später selektierte Form der blauen "Chartreux", wie
wir sie heute nennen (siehe nachfolgende Standardbeschreibung).
Allerdings kannten auch die
Engländer die blaue Kurzhaarkatze, und zwar züchteten sie diese Farbe
schon eher, d.h. ca. 30 Jahre früher als die Franzosen. Wahrscheinlich
entstanden die Blauen dort auch aus beispielsweise schwarzen Hauskatzen,
deren Erscheinungsbild durch Einkreuzung blauer Perser sozusagen
"verfeinert" wurde. Diese Katzen nannte man dann "Britisch Blue".
Zur gleichen Zeit, teilweise sogar
etwas früher, gab es in England auch andere Kurzhaar-Farben, z.B. schwarz,
weiß, tabby oder bicolor. Diese Farben wurden schon auf
Katzenausstellungen prämiert; man nannte diese Rasse dann
konsequenterwei-se "Britisch Shorthair".
Durch die beiden Weltkriege litt
natürlich auch die Katzenzucht sehr. Erst ab 1950 begann man wieder
verstärkt mit der Züchterei. Es gab nun keine "Britisch" Zuchtkater mehr,
so daß man wieder auf Perser zurückgreifen mußte. Es hat sogar Züchter
gegeben, die einen blauen Orientalen als Kater genommen haben und damit
der Rasse mehr geschadet als genützt haben.
Erst im Jahr 1976 wurde ein
Standard für die Britisch Shorthair in Kraft gesetzt, der auch die
Britisch Blue einschloß, d.h. die Blauen zählten als eine Farbvarietät
unter vielen anderen.
In Deutschland hatte man nun beide
Varianten, einmal die französische, etwas schlankere, dunklere und
reinerbig kurzhaarige; zum anderen den britischen Typ, sehr viel runder im
Kopf durch die Einkreuzung von Persern, meist mit hellerem, aber auch
etwas längerem flauschigem Fell.
Deutsche Züchter kombinierten nun
diese Zuchtformen und erhielten Katzen, welche die Vorteile beider
Varianten erhielten, guten Typ und kurzes Fell. Diese Katzen wurden nun im
deutschsprachigen Raum als "Kartäuser" bekannt.
Nur - es schlossen sich weder die
Franzosen noch die Engländer dieser Zuchtpraxis an. Die Franzosen
beharrten verständlicherweise auf ihren Original "Chartreux", die
Engländer auf ihren "Britisch Blue". So kam es 1977 in der FIFe zur
Abtrennung des Standards der französischen Chartreux und dem der Britisch
Blue. Alle zu dieser Zeit in Deutschland als "Kartäuser" gezüchteten Tiere
wurden aufgeteilt und entweder der einen oder anderen Kategorie
zugeordnet.
Die Blauen hießen von Stunde an
laut Stammbaum entweder "Chartreux" oder "Britisch Kurzhaar blau
(Kartäuser)". Der Zusatz "Kartäuser" blieb auf Wunsch der deutschen
Züchter in Klammern erhalten.
Nun gab es zusätzlich aber auch
ziemliche Unterschiede im Aussehen der "Britisch" und "Europäisch"
Kurzhaar, zumindest in Deutschland. Man hatte einmal über Perser gezogene
Blaue oder auch Creme - und zum anderen die über Hauskatzen gezogene
Experimentalfarben, z.B. Bicolor oder Tabbies. Diese ganze Bandbreite
sollte nun also zu einer Rasse gehören und nach einem Standard gerichtet
werden?
Die Blauen und Creme entsprachen
durch langjährige Zucht am ehesten dem Standard der Britisch Kurzhaar.
Alle anderen Farben fanden mal hier und da einen Liebhaber, der einige
Zuchtversuche machte, aber meistens bald wieder aufhörte. Natürlich hatte
man es auch auf Ausstellungen mit diesen neuen Farben schwerer.
1982 kam es dann zur Trennung von
BKH und EKH, und zwar auf Antrag der Skandinavier, die ihre Europäisch
Kurzhaarkatzen mit großer Intensität züchteten. Erst einmal war die
Aufregung groß, vor allem bei den Züchtern, die Misch-formen aus
BKH(Kartäusern) und Hauskatzen hatten. Man mußte sich nun entscheiden, in
welche Richtung man züchten wollte: die schlankeren Europäer - da durfte
man jetzt keine Chartreux und schon gar keine Perser einkreuzen - oder die
stämmigen Britisch Kurzhaar.
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Inzwischen haben
sich in der FIFe die Fronten geklärt:
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1. Die Chartreux gibt es in
Deutschland nur noch selten, sie wird hauptsächlich in Belgien, Frankreich
sowie vereinzelt in der Schweiz und in Luxembourg gezüchtet.
2. Der Begriff Britisch Kurzhaar blau (Kartäuser) gehört seit 1991
endgültig der Vergangenheit an. Alle früher in Deutschland unter diesem
Stamm-baum-Namen gezüchteten Katzen heißen heute nur noch Britisch
Kurzhaar blau, um diese eindeutig von den im Ausland noch existierenden
Original-Kartäusern(Chartreux) abzugrenzen.
3. Bei den BKH hat die Farbvielfalt
zugenommen und es sind viele neue Farben anerkannt worden oder werden
demnächst noch anerkannt. Diese sind oft sehr typvoll, aber das Fell läßt
noch bei vielen Katzen die Perservorfahren erkennen.
4. Die EKH müssen rein gezüchtet
werden. Sie sind eine eigenständige Rasse, die vorwiegend in Skandinavien,
Italien und den osteuropäischen Ländern gezüchtet wird.
Eine Verwirrung entsteht leider
dadurch, daß andere Verbände, die nicht der FIFe angehören, die Katzen,
die wie unsere Briten aussehen, nach wie vor Kartäuser (blau) und
Europäisch Kurzhaar (alle andersfarbigen) nennen. Dabei handelt es sich
aber nur um verschiedene Begriffs-bestimmungen; der Standard ist derselbe
wie für unsere Britisch Kurzhaar.
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Der
Highländer ist eben auch ein Brite
Ja, auch das kann es in einer "BKH-Zucht"
geben... |
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..... Ein Interessent für eine BKH (Britisch
Kurzhaar Katze) geht zum Züchter um sich ein Baby auszusuchen. Es springen
mehrere Jungtiere in der Wohnung umher, sorglos, gut genährt und
keineswegs ängstlich der fremden Person gegenüber. Ein paar erwachsene
Tiere zwischendrin .............. Idylle in einer Katzenzucht.
Plötzlich stutzt der Interessent: Laufen
zwischen den kurzhaarigen Jungtieren da nicht auch langhaarige Jungtiere
herum? Sollten das nicht reinrassige BKH sein?? Hat man ihm nicht gerade
zwei kurzhaarige Tiere gezeigt, die die Eltern des Wurfes sein sollen? Der
Interessent ist verunsichert, er denkt vielleicht, er wird betrogen....!
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So oder so ähnlich wird es wohl schon einigen
Katzenkäufern ergangen sein und die wenigsten haben auf ihre vorsichtige
Nachfrage eine ehrliche, bzw. richtige Antwort bekommen. Einige Käufer
dieser Langhaartiere sind noch Jahre nach dem Kauf der Meinung, einen
gefälschten Stammbaum zu ihrer Katze erhalten zu haben.
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Vor einigen Jahren noch wurden
mehr oder weniger häufig bei der Zucht von Britisch Kurzhaar zur
Typverbesserung und aus verschiedenen anderen Gründen Perserkatzen
eingekreuzt. Das war durchaus erlaubt. Das Gen für Langhaarigkeit (l) ist
ein rezessives Gen. Das bedeutet, dass es nur dann sichtbar wird (also eine
langhaarige Katze entsteht), wenn es von beiden Elterntieren an das
betreffende Jungtier weitergegeben wird (ll). Besitzt aber nur eines der
Elterntiere dieses Gen, wobei das betreffende Tier dabei selbst durchaus
kurzhaarig sein (Ll) kann, wird das Gen zwar verdeckt weitergegeben, es wird
aber nicht sichtbar. |
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Wie Sie erkennen können ist es also leicht möglich, dass das Gen für
Langhaarigkeit (l) unbewusst und unerkannt über Generationen hinweg
"mitgeschleppt" wird (sog. "variant"-Tiere). Deckt man die mit einem
solchen genetischen Hintergrund ausgestattete Katze (Ll) mit einem Kater,
bei dem die Sachlage zufällig die Gleiche ist (Ll) können auch langhaarige
Tiere (ll) entstehen. Von manchem Züchter bislang als "Britisch-Langhaar"
bezeichnet, tragen diese Tiere in der Felina e.V. seit 2001 den Namen "Highlander"
und sind als Rasse anerkannt.
Sollte demnach in einem Wurf "rein" gezüchteter BKH auch
mal Britisch Langhaar / Highlander fallen, ist dies kein Fehler der Katze
oder des Katers und kann in jeder Zucht vorkommen, wie oben erklärt. Diese
langhaarigen Katzen sind daher nicht schlechter als deren kurzhaarigen
Geschwister und sollten von dem Züchter anerkannt werden. Würde jeder
Züchter offen mit dem genetischen Code seiner Katzen umgehen, könnten
"unerwünschte Eigenschaften" vermieden werden und dies nicht nur in Bezug
auf das Langhaargen bei Kurzhaarkatzen.....!!!
Aus persönlicher Erfahrung möchte ich nun noch
ein paar Schlußworte zum Highländer fassen:
Der Highländer hat einen sehr gutmütigen Charakter, der
sehr anschmiegsam ist. Er ist ein faszinierend süßes Wesen: Besonders
liebesbedürftig und man kann ihm nicht wiederstehen.
Der große Vorteil ist, dass der Highländer kaum mehr
Pflege benötigt, da er kein Unterfell hat.
Sein Fell ist genauso pflegeleicht wie bei einer Kurzhaar Katze. |
Quelle: http://www.britischkurzhaar.at/home.htm
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